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Dienstag, 10. Juli 2018

ÜberTrizonia, Mesolongi zurück nach Preveza

Abenddämmerung in Mesolonghi
Die Brücke
 Unsere "Heimfahrt" von Galaxidi nach Preveza ist die gleiche Strecke wie im Vorjahr und hatten wir schon mal ausführlich beschrieben. Leider hatten wir ab Mittag immer einen guten Wind aus West. So mussten wir aus dem Golf von Korinth motoren. Dafür nutzten wir in der Hauptsache die windstillen Morgenstunden und fuhren dadurch ohne nennenswerten Gegenwind. Zur ersten Übernachtung gehen wir vor dem Hafen Trizonia in der Bucht vor Anker. Der Westwind fällt in Böen über die Felsen der Insel, aber es kommen nur 20 kn in der Bucht an  und der Anker hält gut. Auf einen Landgang haben wir verzichtet. Um 05:20 geht die Sonne auf und wir verlassen mit anderen Schiffen die Insel in Richtung Westen. Wir unterqueren die große Rion-Antirion Bridge und halten uns rechts vom Hauptfahrwasser. Hier ist immer auch noch auf den Querverkehr der Fähren zu achten. Dann liegt auch schon die nächste Station vor uns und wir nehmen die Einfahrt von Mesolongi. Die Marina ist ja immer noch zu, aber wir finden im Hafenbecken genug Platz zum Ankern. Die Nacht ist sehr ruhig und eine leichte Brise kühlt das Schiff runter auf Schlaftemperatur. Am nächsten Morgen machen wir mit gleicher Taktik weiter und fahren früh in Richtung Westen. Dann weiter über Oxia und Atokos nach Norden bis Nydri. Der Ankergrund ist auch hier sehr sicher und die Bucht im hinteren Bereich auch ruhig.

Am Morgen gönnen wir uns ein ausgiebiges Frühstück und planen unser Ablegen so, dass wir um 12:00 Uhr die Öffnung der Brücke in Lekas erwischen. Unser Navi rechnet die Ankunftzeit immer wieder neu und wir können im Kanal mit der Reisegeschwindigkeit auf 3,5 kn runter. - Punktlandung - Während die Anderen bei starkem Seitenwind im Kanal drum kämpfen ihren Platz zu halten kommen wir an, wo die Brücke gerade öffnet und fahren durch ohne halten zu müssen.

2,5 Std. später machen wir in Preveza Stadthafen fest und können jetzt etwas entspannen.

Bild des Tages:

Kurz vor Lefkas haben wir dann doch noch 25 kn Gegenwind.

Montag, 12. Dezember 2016

Ankerkette aus Edelstahl

Besonders durch unseren letzten Sommer in Griechenland haben wir viel über das Ankern, das Equipment und die richtigen Manöver gelernt. Die nächste Saison werden wir wieder in diesem Revier um den Peloponnes  verbringen und hoffentlich das Gelernte  anwenden können.

Was uns bisher an der Ankerkette gestört hat:
- Der Schlamm, der immer an der Kette in Klumpen hängen bleibt.
- Der Kettenhaufen, der sich beim AnkerAuf immer im Kettenkasten bildet
- Das die Kette immer wieder von Hand in den Ankerkasten gezogen werden muss
- Das wir "nur" 60 mtr Kette zur Verfügung haben
- Das die alte, verzinkte Kette nun über 15 Jahre alt ist und vereinzelt dünne Kettenglieder zeigt.

Durch unsere Segelfreunde von der "Dessert Eagle" erfuhren wir viel positives über deren Ankerkette aus Edelstahl und wir informierten uns auf der Webseite des Herstellers Ketten Wälder über die verfügbaren Produkte. Im Oktober waren wir zurück in unserem Winterlager bei der Marina Cala del Sole in Licata und haben nach einigen Überlegungen 100 Meter von der Cromox Duplex Kette in 10 mm über unseren Ship Chandler CORAL MARINE SERVICES vor Ort bestellt.

Die Ankerkette ist mittlerweile angekommen und wenn wir im März wieder an Bord gehen, werden wir sie installieren. Im nächsten Herbst möchte ich Euch dann von unseren Erfahrungen damit im Blog berichten und auf FB den Link veröffentlichen. Wir sind selbst sehr gespannt drauf.

Bild des Tages:

So sehen also 100 mtr Ankerkette aus Edelstahl bei der Anlieferung aus.


Dienstag, 18. Oktober 2016

Service am Wärmetauscher

Da unser Dieselmotor ein Zwei-Kreis-Kühlsystem hat, wollten wir zur Vorbeugung nach 6 Jahren Betriebszeit mal den Wärmetauscher reinigen lassen. Es zeigte sich im Inneren eine doch recht "ausgeprägte Muschelzucht", die rausgebürstet wurde. Der Tauscher wurde dann noch in ein Säurebecken gelegt und  am nächsten Tag sorgfältig mit neuen Dichtungen zusammen gebaut.





Vorher
Nachher
Inhalt














Auf den Fotos sind die Unterschiede Vorher/Nachher deutlich zu sehen. Bei Wiedereinbau wurden auch gleich die Gummimanschetten überprüft und teilweise erneuert. Die Opferanoden waren in der Zuleitung total runter gefressen und müssen neu bestellt werden. Der Austausch erfolgt dann erst im Frühjahr, bevor es wieder nach Griechenland geht.

Bild des Tages:

Elia de Prima vom Boatservice Licata hat den Ein- und Ausbau übernommen und die Reinigung mit Dichtigkeitsprüfung professionell organisiert. Good Job, Elia !!

Well done. Danke Elia

Dienstag, 4. Oktober 2016

Geburtstag auf italienisch

Nun hatten wir 3 Tage Ruhe zum Ausschlafen und Heimkommen. Heute ist der wichtigste Tag der Woche, des Monats, nein! des Jahres. Denn die Skipperin hat heute Geburtstag und wir feiern im "engsten" Kreis. Die richtige, wirkliche Party findet erst in Nrb. statt.

Bild des Tages:

.... mit einem italienisch gestyltem Blumenstrauß

Sonntag, 2. Oktober 2016

Ankerkettenverbindung

Diesen Sommer haben wir sehr oft vor Anker gelegen und uns auch noch einen neuen Delta-Anker 45 kg geleistet. Dieser war zwar durch einen speziellen Drehschäkel mit der Kette verbunden, kam aber trotzdem zu mehr als 50% falsch herum nach oben.

Im Internet fand ich den Hinweis auf einen Drehschäkel, der immer beim Anker auf Manöver verlässlich den Anker in die gewünschte Position dreht. Diesen gab es sogar in Italien von Osculati passend für unsere Anker- und Kettengröße. Diesen hatte ich schon vor 3 Wochen im Web bestellt und zur Marina Cala del Sole nach Licata schicken lassen. Heute hab ich das Paket im Office abgeholt und das Ding gleich montiert. Die Bolzen zur Befestigung von Kette und Anker werden mit einem Inbus eingedreht und mit extra Stiften gesichert. Das Ganze macht einen sehr soliden Eindruck.

Für die ersten Versuche habe ich den Anker von Hand auf die falsche Position (also Spitze in Fahrtrichtung) gedreht und dann eingeholt. Wenn der neue Beschlag durch die Bugrolle gezogen wurde, drehte sich der Anker immer in die gewünschte Position. Damit haben wir in der nächsten Saison ein lästiges Problem weniger.

Bild des Tages:

Der "Ankerumdreher" von Osculati in Inox

Samstag, 1. Oktober 2016

Heimfahrt - Licata

Das Wetterfenster ist da und beschert uns Wind mit 10-15 kn aus NO der am Südkap von Sizilien nachmittags auf SO drehen wird. Genial für unser Fahrt nach Licata und wir planen nur 2 Tage mit einem Stop mit Übernachtung vor Anker in Pozzallo.

Beim Anker auf in Syrakus haben wir mal wieder das ganze Vordeck voll Schlamm. Das soll sich nun nächstes Jahr mit dem Kauf einer Inox-Kette ändern. Die Hälfte der Strecke nach Pozzallo können wir segeln, für den Rest müssen wir den Motor als Stütze dazu nehmen. Dort suchen wir hinter dem großen Wellenbrecher Schutz gegen die Welle aus SO. Nach 1/4 Std. bekommen wir Besuch von der Cost Guard die uns bitten mit dem Hafenmeister Funkkontakt aufzunehmen. Wir erhalten die Order unseren Ankerplatz um 500 mtr nach Osten zu verlegen. Ganz toll. Liegen wir da mitten in der Welle aus SO. Entsprechend wird die Nacht und wir fahren bereits morgens bei Sonnenaufgang weiter.

Die weitere Anfahrt nach Licata läuft wie geplant. Wir wechseln uns mit der Cockpitwache ab und können so noch etwas Schlaf nachholen.  Bereits gegen 15:30 Uhr haben wir die Einfahrt erreicht. Mittlerweile ist der Wind auf 20 kn aus OSO aufgefrischt und wir können an der Steinmole längseits anlegen. Morgen werden wir dann ausgeschlafen auf unseren Winterplatz umlegen.

Bild des Tages:

In Licata an unserem Winterplatz

Mittwoch, 28. September 2016

Heimfahrt - Syrakus

Morgens gegen 03:00 Uhr geht der Wecker und wir verlassen eine Stunde später Roccella Ionica. Der Wind weht aus Nord bis Nordost und treibt uns vor sich her. (Ich liebe diesen Kurs). Als wir die Strasse von Messina kreuzen zeigt der Windmesser Werte  zwischen 16 und 20 kn. Das ist genau der Level, der unserem Schiff so liegt und so schaffen wir die gesamte Strecke von 95 nm in 17 Std. Unterwegs war es sonst recht langweilig. Es kreuzte nur ein Frachter unseren Kurs und der ging problemlos vor uns durch.

In Syrakus angekommen, funken wir die Gardia Costera an und bitten um Erlaubnis in der Bucht ankern zu dürfen. Kein Problem, Erlaubnis erteilt und sie wünschen uns einen schönen Aufenthalt.

Am nächsten Tag gehts mit dem Dingy an Land und auf dem Markt kaufen wir frisches Obst, Gemüse und Fisch. Zum Abend gibts also heut Schwertfisch. Doch schon 2 Tage später haben wir das ideale Wetterfenster nach Licata und wir müssen uns auf den Weg machen.

Bild des Tages:

Auch größere Segler laufen Syrakus an.

Freitag, 23. September 2016

Heimfahrt - Roccella Ionica

Wir haben Crotone verlassen und  sind weiter nach Roccella Ionica gefahren. Der Hafen kämpft immer noch gegen die Versandung und die Einfahrt wird wohl regelmäßig ausgebaggert. Die Lage der Sandbank vor dem Hafen ist ist mittlerweile bekannt und wir fahren problemlos in die Marina.

Unser zugewiesener Liegeplatz lässt uns längsseits anlegen. Nicht einfacheres als das. Allerdings muss ich die Marineros in Ihrem Übereifer bremsen und davon überzeugen, dass 30 to Schiff besser mit Motorkraft angelegt wird und nicht mit Muskelkraft gezogen werden sollte.

In der Marina werden Fahrräder gestellt und wir fahren am nächsten Tag damit in den Ort um Vorräte zu kaufen. Der Fahrradweg geht direkt am Strand entlang wo um diese Zeit niemand mehr anzutreffen ist. 3-4 kn Sandstrand nur für uns allein! Das hatte uns schon im Frühjahr so gut gefallen. Vor dem Einkauf besteigen wir noch den Berg zur Burg rauf und geniessen die tolle Aussicht. Ich bin besonders stolz auf diese Wanderung, da sich meine Hüfte an keiner Stelle meldete und mich zur Pause ermahnte. Echt super !!

Aus den gepanten 2 Tagen wurden dann doch noch ein paar Tage mehr, die wir hier bleiben. Denn zur Weiterfahrt nach Syrakus wollen wir ein gutes Wetterfenster erwischen. Immerhin sind es 95 nm und wir sind ca. 18-20 Std. unterwegs. Die Pizzeria im Hafen ist übrigens immer noch die Beste von ganz Italien (meine Einschätzung). Am letzten Abend haben wir dort noch jeder einen 1/2 mtr Pizza bestellt und den Rest einpacken lassen. Damit ist das Essen auf der Überfahrt schon mal gesichert.

Wir starten dann auch sehr früh und machen uns morgens um 04:00 Uhr auf den Weg nach Syrakus.

Bilder des Tages:

Blick vom Aussichtsturm zur Bürg in Rocella

Donnerstag, 22. September 2016

Heimfahrt - Crotone

Burganlage Crotone
Oldtimer mit Pinnensteuerung
Die Nachtfahrt war dann doch sehr anstrengend, und die Kreuzseen hinter der Hafeneinfahrt durch Strömung und Wind besonders hoch. Aber nach 1 Stunde wurde es immer ruhiger und auch 72 Meilen sind dann irgendwann geschafft. Am Morgen so gegen 09:30 Uhr machen wir im Yacht Club Crotone fest. Der Empfang ist schon sehr nett. Hier bleiben wir ein paar Tage und fallen erst einmal in die Kojen. Am nächsten Morgen machen wir einen Ausflug in die Stadt und besichtigen auch die Burg oberhalb des Hafens. Die Anlage ist endlich mal offen und wir haben eine tolle Aussicht auf die Stadt am Meer und den Hafen.

Heute nacht ist noch ein großer Oldtimer eingelaufen. Dieser wird von einem (Ehe)paar allein gefahren und mir fällt sofort die riesige Pinnsteuerung auf. Dann auch noch Rahensegel, die ganz offensichtlich in Benutzung sind. Respekt !!

Wir stocken noch die Vorräte auf und kaufen auch noch einige Flaschen Rotwein aus einer privaten Kellerei, da uns der sizilianische Wein einfach zu süß ist.

Bild des Tages:

Transitplatz beim Yachtclub Crotone


Sonntag, 18. September 2016

Heimfahrt - Leuca

Gestern haben wir Korfu verlassen und sind bis zur Insel Othonoi unter Motor gefahren. Der richtige Wind hat auf sich warten lassen und dann muss einfach der Motor mal herhalten. Wir erreichen den kleinen Hafen schon am Nachmittag und wollen vor Anker gehen. Der fast auch sofort, aber mit einem Ruck der uns durchrüttelt. Das haben wir soo noch nicht erlebt und wir prüfen die Lage des Ankers. Na toll !! Wir haben eine Felsenspalte erwischt, in die der Anker reingefallen ist und nicht wieder rauskommt. Da muss getaucht werden. Der Anker liegt auf 5 mtr. Wassertiefe und ich erreiche beim Abtauchen zwar das Kettenende, kann mich aber wegen Luftmangel nicht weiter orientieren. Im Dorf finden wir einen Hobbytaucher. Marco aus Gallipoli liegt auch hier mit seiner Bavaria 33 und ist sofort bereit uns zu helfen. Er kann am Ankerkopf mit einem Karabinerhacken eine Leine befestigen und wir können den Anker verkehrt herum aus dem Loch ziehen. Mehr als ein Felsen fällt mir von der Seele. Wir ankern neu auf Sandboden.

Herrenhäuser ....
... in Leuca
Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um 05:30 Uhr und segeln weiter nach Leuca. Die Marina dort ist fast immer etwas schwellig, aber wir machen in der ersten Nacht fast kein Auge zu. Es geht fast immer einen halben Meter rauf/runter. Das Schiff über die Gangway zu verlassen, verlangt schon von Einem akrobatische Fähigkeiten. Die Qualität des Liegeplatzes ist in keinem Fall die verlangte Gebühr wert. Leider müssen wir noch etwas auf das Wetterfenster zur Überquerung des Golfes von Tarent warten. Nach 2 Nächten sind wir die Schaukelei leid und wechseln auf den Anleger auf der gegenüberliegenden Seite. Hier liegen wir Längsseits und Schwellfrei und sind wohl der Marina ein Dorn im Auge.

2 Tage später taucht spät nachmittags die Hafenpolizei auf und fordert von uns, diesen Platz zu räumen. Es käme ein großes Schiff rein und der Platz wäre dafür reserviert. Nun, wir wollten sowieso Morgen früh fahren ..... Dann fahren wir eben jetzt. Der Trotz kommt uns aus den Ohren und irgendwie mögen wir diesen Ort nicht, wo die Reichen morgens die 500 mtr. zum Bäcker mit Ihrem Maserati fahren um ihre Hörnchen zu holen. Wir legen ab und fahren in die Nacht hinaus in Richtung Crotone.

Bild des Tages:

Hier liegen wir ganz hinten im Bild an der Kaimauer, dem einzigen Platz ohne Schwell im ganzen Hafen.



Sonntag, 11. September 2016

Korfu - mal wieder

Gestern hatten wir ein gutes Wetterfenster und wir haben Preveza verlassen. Die günstige Wetterlage hat uns direkt bis nach Korfu gebracht und wir legen uns in der großen Bucht vor der Stadt vor Anker. Der direkte Blick auf die alte Burgfestung ist immer wieder schön. Wir müssen nur immer einen Blick auf die Wetterlage halten. Es ziehen immer wieder dunkle Wolken über die Bucht und es schauert auch schon mal. Der Ankergrund ist hier Seegras und wir haben uns ein Sandloch in diesem Teppich gesucht und dort den Anker gelegt. Sorgfältiges Einfahren des Ankers ist da eine Pflichtübung, da wir gern im Süden der Bucht an Land gehen und dort im Supermarkt einkaufen. So können wir das Schiff auch mal allein lassen. In der Stadt ist jetzt Saisonende und Sommerschlussverkauf. Für mich finden wir dort zu Sonderpreis noch einige T-Shirts in griechischer 3XL-Größe, die ich in Italien vergeblich gesucht habe.

Wir sind in Abreisestimmung und obwohl wir noch ca. 3 Wochen brauchen, um unser Winterlager in Licata/Sizilien zu erreichen, kommt immer wieder eine Art von Wehmut auf. Vermissen wir doch die tolle Seglergemeinschaft, die wir diesen Sommer erlebt haben und wir Skypen immer wieder mit Arndt und Constanze von der "Desert Eagle".

Bild des Tages:

Blick auf die Burg

Gewitterstimmung in der Korfu-Bucht

Mittwoch, 7. September 2016

zurück in Preveza

Zwei Tage Pause zwischen den Gewitterfronten und wir nutzen die Gelegenheit Levkas zu verlassen und durch den Kanal mit der neuen Schwimmbrücke weiter nach Preveza zu fahren. Dort wartet auch ein Ersatzdieselfilter für unseren Generator auf uns, den ich gern eingebaut hätte. Wir treffen hier Hajo und Dagmar von der SY "Oui" die uns das begehrte Teil aus Deutschland mitbringen.

Wir liegen mal wieder im Stadthafen, obwohl mir bei der Wetterlage nicht wohl dabei ist. Wir erleben in der Nacht die zweite Gewitterfront mit 35 kn Wind aus der Stadtrichtung und unsere Heckleinen knurren etwas über die Beanspruchung. Mir geht nur nicht aus dem Kopf, dass ja eigentlich das Unwetter aus der Gegenrichtung kommen sollte und morgens um 05:00 Uhr plötzlich ..... Windstille. Dann nur 5 min. später 10 kn aus der Gegenrichtung, also auf den Bug, auf den Kai. Ich wecke Bobbie und mir schwant nichts Gutes. "Klarmachen zum Ablegen !" 2 Min. später sind wir angezogen (14 kn Wind). Ich trenne die Landstromverbindung und klappe die Gangway hoch. Motorstart (17 kn Wind). Heckleinen los, vorwärts Fahrt und Anker auf. (20 kn Wind). Wir nehmen Kurs auf den Ankerplatz der gegenüber liegenden Aktio-Marina. Nur ein Schiff liegt dort und wir können uns den Ankerplatz aussuchen (25 kn Wind). Bei strömendem Regen überlegen wir nicht lang. Auf 5 mtr Wassertiefe mit Sandgrund ist der Halt fast garantiert. (30 kn Wind). Nur am Pfeifen in der Takelage ist die Windstärke zu erahnen. Keine Welle ist hier zu spüren, da der Wind nun direkt von Land kommt und sich kein Schwell aufbauen kann. In der Spitze haben wir dann 38 kn Wind gemessen, obwohl wir Windschutz von den Montagehallen der Aktio-Marina hatten.

Das wir im richtigen Moment den Stadtkai verlassen haben, sehen wir einen Tag später an den Schäden an einigen Schiffen und ein Video eines Stegnachbars auf Facebook zeigt, was dort los war.


Bild des Tages:

Diese Badeplattform ist reparaturbedürftig.

Dieser schöne Oldtimer hat die ganze Breitseite voller Kratzspuren

Montag, 5. September 2016

Gewittertage in Lefkas Marina

Ankerkino am Stadtkai
Der Wetterbericht hatte es schon seit ein paar Tagen in der Ankündigung. Es zieht ein schweres Gewitter auf mit bis zu 50 kn Wind und wir suchen alle einen guten Unterschlupf. Die Kollegen sind alle nach Levkas in die Nydri-Bucht ausgewichen und legen sich dort vor Anker. Wir gehen auf ganz sicher und fahren in die Levkas-Marina. Dort bekommen wir einen Platz an einem Betonsteg mit dem Heck zur Hauptwindrichtung. Ich bringe die Winterheckleinen mit Ruckdämpfer aus und habe 2 Moorings am Bug. So fühlen wir uns sicher.

Als es los geht, sind wir gut vorbereitet und liegen recht entspannt und gut geschützt in der Marina von Lefkas. Nach dem Sturzregen gehen wir sogar in die Stadt und machen einen Bummel durch die engen Gassen, wo der Wind kaum zu spüren ist. Erst als wir am Stadtkai vorbei kommen, sehen wir mal wieder Ankerkino. Manche Buganker sind schlecht eingefahren und halten nicht. Es weht mit 35 kn und das ist nun wirklich nicht allzu viel nach diesem Wetterbericht. Per Skype erfahren wir von der "Desert Eagle", dass es in Nydri mit bis zu 50 kn geweht hat und auch dort ein paar Anker nicht hielten. Wir sind froh, dass wir die Marinagebühr investiert haben und somit sicher untergebracht sind.

Bild des Tages:

Gewitterlage mit Starkwind aus SO



Sonntag, 4. September 2016

Bootsparty in Meganisi

Heute haben wir eine Ankerbucht im Norden von Meganisi angelaufen und liegen auf 20 mtr Wassertiefe mit 80 mtr Kette vor Anker. Die Ankerplätze sind hier immer sehr begehrt und es war der Einzige, den wir noch erhaschen konnten. Normalerweise gehen wir den Herden der Charterschiffe lieber aus dem Weg. Aber es war uns wichtig, alle Seglerfreunde dieses Sommers ein letztes Mal vor unserer Winterpause zu Treffen und eine Art von Abschiedsparty zu feiern. Weil wir fast das größte Cockpit haben, fand das Treffen bei uns statt.

Danke an Euch !! Danke, dass wir einen so schönen Sommer miteinander verbringen konnten, viel von euch lernen durften und für die vielen Tipps zu Reisezielen und Sicherheit. Es war einfach ne geile Zeit mit Euch.

Bilder des Tages:

Das kalte Buffet neben dem Niedergang ....


und 10 Leute im Cockpit. Was für ein (T)Raumschiff !



Samstag, 3. September 2016

Zwischenstation auf der Insel Kastos

In Mesolongi sind wir ein paar Tage länger geblieben als unsere Mitfahrer um ein bischen Zweisamkeit zu geniessen und unsere Pläne für das nächste Jahr zu besprechen. Die Segelfreunde haben wir dann in einer etwas größeren Tagestour wieder eingeholt und auf der Insel Kastos wiedergetroffen.

Auf Kastos ist der Hafen einfach so klein, dass wir erst gar nicht versucht haben rein zufahren, sondern gleich draußen in der Bucht vor Anker gingen. Aus unseren Erfahrungen heraus wurde der Anker gleich sorgfältig eingefahren. Schon nur 2 Std. später hing die Mare Liberum bei 35 kn Gewitterböen an der Kette und es goß wie aus Eimern. Nach knapp 2 Std. war der Spuk vorbei und die Sonne lachte wieder ins Cockpit als wäre nichts gewesen. Der neue Anker hielt wie einzementiert und gab uns ein gutes Gefühl zur Sicherheit. Das war offensichtlich ein guter Kauf.

Am nächsten Tag haben wir nochmal die Sonne und die Beschaulichkeit die dieser Ort ausstrahlt genossen, bevor wir zum nächsten Ziel aufbrachen.



Bild des Tages:

Die alte Mühle auf der Anhöhe bietet eine schöne Aussicht auf die Bucht und das Meer.


Donnerstag, 1. September 2016

Heimreise ins Winterlager

Wir haben die Ruhe in Mesolonghi für die Auswahl unseres Winterlagers benutzt und die Entscheidung ist wieder für Licata auf Sizilien gefallen. Die Rückfahrt dorthin ist zwar etwas lang, aber wir sehen es als das Beenden unserer Saison an. Absegeln so zu sagen, mit einer Dauer von ca. 2-3 Wochen. Diesen Sommer haben wir noch einige Schwachstellen am Schiff entdeckt und wollen diese über Winter ausmerzen. Wir kennen die Handwerker in Licata und wissen um ihre Fähigkeiten und mit den Sprachkenntnissen von Bobbie haben wir in Italien keine Probleme mit der Verständigung. Dort wieder hinzukommen ist etwas wie heimkommen (a casa).

Dann noch die Qualität der Marina. Sie kann sich sicher mit Vielen messen und ist (nach unserem Urteil) im Preis/Leistungsverhältnis sehr gut.

Wir versuchen in der ersten Oktoberwoche dort anzukommen um einiges zu Organisieren und die Verbesserungen zu bestellen. Dann werden wir am 20 Okt. zurück nach Nürnberg gehen (In unser eigenes Winterlager :D) und wieder Freunde treffen, die wir sooo lange nicht gesehen haben.

Wir freuen uns auf Euch alle !!


Bild des Tages:

Freitag, 26. August 2016

Mesolongi

Wir sind am Ein/Ausgang des Golfs von Korint angekommen und über den Kanal nach Mesolonghi rein gefahren. Hier gibt es keine Welle, selbst bei 20 kn Wind nicht. Zum Anlegen ist es uns aber doch zuviel, denn ohne Bugstrahlruder ist es mit dem Seitenwind quasi unmöglich. Bevor etwas zu Bruch geht setzen wir den Anker vor der Marina. Anlegen an Stadtkai wäre auch möglich, aber es gibt dort kein Wasser/Strom und der Wind zur Kühlung geht dann auch nicht mehr durch das Schiff.
Ankerplatz Richtung Kanaleinfahrt
Blumenpracht in Mesolonghi

Wir treffen hier auf Licata Bekannte. Herbert und Heidi von der "Albatros" sind schon ein paar Tage vor uns angekommen und die Wiedersehensfreude ist entsprechend groß. Am nächsten Tag ist der Wind eingeschlafen und wir gehen für 3 Tage in die Marina zum Wasser tanken und Strom nehmen.

Die Stadt selbst hat ihren eigenen Charme, den man erst mit einem Auge für Details entdecken muss. Viele Bewohner verschönern sie mit jeder Menge Blumenkübeln die entsprechend bepflanzt sind. Außerdem wird hier so viel Fahrrad gefahren, dass man denken könnte in Holland zu sein.

Die Marina ist mit dem Nötigsten ausgestattet und die Leute sind besonders freundlich und hilfsbereit. Aber mein Gefühl sagt mir immer wieder, dass hier alles nicht so richtig fertig ist. Ja. der Steg ist betoniert und mit Strom und Wasserstationen ausgestattet. Aber es fehlt der Feinputz. Die Sanitären Anlagen sind neu und machen einen sehr sauberen Eindruck. Das Verwaltungsgebäude betritt man über eine Treppe, wo der Belag noch fehlt. Also fast wie so ein 80% Hafen, aber mit der Tendez zu 90% fertig und bewirtschaftet. (Ich kann's nicht anders beschreiben)

Wer also mit dem 90% fertigem leben kann ist hier sicher gut aufgehoben. "Arche" und "Albatros" haben hier ihr Winterlager und wir werden im nächsten Jahr hören wie ihnen der Winter gefallen hat.

Wir haben uns jedenfalls wieder für einen Winter in Licata entschlossen und werden uns bald auf den Weg in Richtung Sizilien machen.

Bild des Tages:

Wir ankern im Vorhafen von Mesalonhi mit Blick auf die Marina.


Die Rion-Antirion Bridge

Heute ist es so weit und wir flüchten regelrecht von der Insel Trizonia. Der Ostwind draußen ist mit 15 kn wie für die Mare Liberum gemacht und soll an der Meerenge der Rion-Antirion Bridge auffrischen. An der Stelle sind lt. Vorhersage mit Böen von bis zu 40 kn zu rechnen. Das ist wohl oft so und wir sind vorbereitet.

Wir starten nur mit Genua und der Wind frischt schnell auf. Ich messe 20 kn Wind von achtern. Nichts was mir Sorgen bereitet und die Mare Liberum macht gute 6 kn Fahrt durchs Wasser. Schnell kommt die Brücke mit der berüchtigten Meerenge in Sichtweite und wir haben den Windmesser immer im Blick. Bei 25 kn Anzeige drehen wir das erste Reff rein und nur 15 min später bei 32 kn das zweite Reff. Unglaublich !! Aus der riesigen Genua ist nun ein Vorsegel eines 470ers geworden und das GPS meldet trotzdem 7,6 kn Fahrt. Der Windmesser steht nun bei 37kn und die mitlaufende Welle ist nicht gerade angenehm. Wir haben beide mit leichter Übelkeit zu kämpfen aber ich lass mir nichts anmerken. Noch zwei Meilen bis zur Brücke und wir melden unsere Durchfahrt beim Controllposten per Funk an. Nach der Durchgabe von Masthöhe und Tiefgang bekommen wir schnell freie Fahrt. "Ein Pfeiler Steuerbord, 3 Pfeiler Backbord !" ist die Anweisung zur Durchfahrt. So bleibt die Mitte frei für die "Großen".

Hinter der  Brücke geben wir noch der Fähre die Vorfahrt und wenden uns dem Ziel Mesolonghi zu. Der Wind lässt nach und bei Erreichen der Einfahrt haben wir nur noch 20 kn auf der Anzeige. Der Kanal zur Marina ist lang und es empfiehlt sich nicht zu weit nach Steuerbord zu gehen. Ist in der Mitte des Kanals ca. 8,5 mtr Wassertiefe sind die Seiten schnell nur 1 mtr. tief und man steckt schnell im Schlamm fest. Also lieber etwas mittig fahren !!

Bilder des Tages:

Die Brücke in Sichtweite.


Wir sind durch und haben noch reichlich Wind und Welle von Achtern.


Mittwoch, 24. August 2016

Die Insel Trizonia

Von Galaxidi bis Trizonia waren es gerade mal ca. 25 nm und damit ein leichter Tagesausflug. Das Wetter lies Starkwind erwarten mit bis zu 35 kn Wind und wir alle suchten uns ein gutes Plätzchen als Unterschlupf.

Der Cat "Desert Eagle" ging in der Hafenbucht wie immer vor Anker und die "kleine Arche" fand einen Platz innerhalb der Marina. Wir wollten wegen unserer Länge dort nicht rein und wussten auch um einige Wracks im Hafenbecken, wo wir evtl. nicht ausweichen könnten. Wir legten uns an die 2. Außenmole mit dem Heck zur erwarteten Windrichtung und setzten alle Fender auf Steuerbord mit einem Fenderbrett zum Schutz gegen die spitzen Steine. Hier liegen wir jetzt ca. 3 Tage fest und lassen den Starkwind durch. Ich messe später in Böen bis zu 38 kn. Da waren wir gut vorbereitet und niemand aus der Truppe verzeichnet einen Schaden. Prima !!

Die Marina von Trizonia gehört zu den vielen Häfen Griechenlands die mit EU-Geldern gebaut und aus den verschiedensten Gründen nur zu 80 % fertig gestellt wurden. Wir nutzen das, was wir vorfinden so gut wir können und sind mal wieder gebührenfrei. Da freut sich die Reisekasse.

Wir erfahren, dass es tatsächlich Segler gibt, die hier seit Jahren liegen und ihr Schiff (fertig) ausbauen. Der Cat mit dem roten Rumpf ist sogar schon mal ausgelaufen und dann mit einem Bruch an den Quertraversen wieder zurück gekommen. Nun, jeder so wie er mag und es ihn glücklich macht.

Mich macht es glücklich, wenn wir hier endlich wieder wegkommen.......

Bild des Tages:

Wir liegen an der Außenmole (Mitte des Bildes) und haben den Wind von Achtern.


Den Zweimaster hat in den vergangenen 10 Jahren keiner gehoben und weg geräumt.



Montag, 22. August 2016

Das Orakel von Delfi

Heute wollten wir das Orakel "befragen" und einen Ausflug nach Defi machen. Wir, das sind immer noch unsere Segelfreunde aus Licata von der "Desert Eagle" Arndt/Constance und unterwegs dazugekommen die Besatzung der "Arche" Peter und Hedi.

Wir starten in Galaxidi und nehmen einen Local Bus, der uns nach Itea bringt. Dort steigen wir in den Bus nach Delfi um. Am Busbahnhof ist eine Bürostation gut besetzt und jemand zeigt uns den richtigen Bus. Sonst spricht hier niemand englisch :) . Ich kann einen Blick auf den Hafen von Itea werfen und wir sind alle froh, dass wir in Galaxidi mit den kleinen ländlichen Häusern liegen. Die Fahrt geht durch eine riesige Plantage von Olivenbäumen und dann über endlose Serpentienen den Berg hinauf. Von Defi aus müssen wir noch ca. 2 km an der Straße entlang laufen. Hier fährt auch der Bus lang, hält aber nicht an der viel besuchten Stelle des Orakels !? Warum nicht, bleibt uns verborgen. Auch das Orakel weiß darauf keine Antwort :D.

Die Landschaft hier oben in den Bergen ist imposant, die Luft ca. 3-5 Grad kühler als an der Küste und viele Eindrücke lassen sich nicht fotografieren. Schön, dass wir diesen Ausflug gemacht haben.

Die Rückfahrt ist etwas mühsamer, weil in Itea der Anschluss zu unserem Hafen erst nach 2 Std. Wartezeit fährt. Wir finden noch 2 weitere Mitfahrer teilen uns zwei Taxis durch 8 Personen. Da sind wir recht nah am Buspreis pro Person.

Bild des Tages:

Google Foto hat aus 3 Bildern ein Panorama erstellt. Toll !