Dienstag, 1. September 2020

Restarbeiten am Schiff

 Wir erinnern uns- letzten Herbst hatten wir eine aufwändige Tanksanierung durchgezogen und zum Abschluss noch einen Revisionsdeckel der Tankanlage zum Abtrocknen offen gelassen. Jetzt kommen die Restarbeiten. 1. Tankdeckel schliessen. Ist bei 60 Schrauben durch 60 Bohrlöcher und die Gummidichtung doch ca. 4 Stunden Arbeit und die Hand zeigt die erste Blase.
Die Werft hat das Unterwasserschiff mit Antifouling gestrichen und war nicht in der Lage, 2 kleine Fehler im GFK mit auszubessern. Da wir am 01.09. unseren Krantermin hatten, hat mein Freund HaJo das kurzerhand übernommen und mit seinem GFK-Wissen die Schäden kurzerhand ausgebessert Nochmal Danke mein Großer!
In der Zwischenzeit hatte ich unseren zwischengelagerten Diesel (200 ltr. = 200 kg) bis auf 20 ltr Rest in Kanister abgefüllt und über die Leiter 4 mtr hoch an Bord getragen und über Filter in den sanierten Tank gefüllt. Zu allem Überfluss mussten wir feststellen, das unser Tagestank eine Undichtigkeit hatte und wohl nicht zu retten war. Also habe ich den Motor gleich mit dem Haupttank verbunden, so wie früher und zur Vorsicht mit der Werft vereinbart, dass wir am 01.09. als letztes Schiff ins Wasser gehen, damit wir in Ruhe den Motor testen können.
Dann, nach vielen weiteren Handgriffen, die hier nicht alle auf das Blatt passen, kommt der Transporter und  fährt uns ins Wasser. DAS haben sie hier wirklich drauf.





Mittwoch, 26. August 2020

Bezug des Appartements

Diesmal hatten wir ein Appartement in Preveza Stadt über Booking.com gemietet und wollten einfach mal was anderes. Das war leider keine soo gute Idee. Gut waren die Matratzen und die Klimaanlage, der Rest so "NaJa", nicht mehr. Machen wir sicher nicht wieder. Die Toilette hatte nur einen 3 ltr, Spülkasten, der regelmäßig je nach Größe der Aufgabe mit der Spülung überfordert war. Die Dusche direkt daneben, praktisch unbenutzbar ohne Überschwemmung und aus Platzmangel mit einem Bein in der Toilette. Für die 1 Woche sollte es gehen.



Dienstag, 25. August 2020

Start in die Restsaison

 Dann war er endlich da. Der Tag, an dem wir endlich mal wieder aus unserem Coronaschneckenhaus in Nürnberg rauskommen um das Land der Tausend Inseln zu besegeln. (Soviel zum Plan)

Unser Flug am 25.08. mit Condor von München nach Preveza wurde von Condor vorverlegt von 16.30 auf  06.40 Uhr. Deshalb mussten wir noch schnell umplanen. Weil in der Früh kein Zug von Nürnberg nach München ging, hatten wir uns ein Hotelzimmer am Flughafen für den Vortag gebucht. Die Anreise war schon das erste Abenteuer. Wir folgten der DB-App, wonach unser Zug auf Gleis 12 abfährt. Wegen Corona hatten wir erste Klasse per Bayernticket und beim Einsteigen freuten wir uns schon über das leere Abteil und verstauen unser 40 kg Reisegepäck. 

Aus reiner Routine wollen wir die Zugnummern vergleichen und können im Zug keine Angaben finden. Von draußen erschallt: "Der Regionalzug nach München, heute auf Gleis 5, fährt in 10 min., bitte einsteigen."

Nun. Jeder kann sich ausmalen, wie stressig es ist, mit 40 kg Gepäck + diversen Taschen unter Masken von Gleis 12 auf 5 zu wechseln und dann noch die erste Klasse zu finden. Letzeres haben wir aufgegeben und sind in der letzten Minute rein in den Zug, welches Abteil auch immer. 

Ohne weitere Zwischenfälle steigen wir in Freising in den Bus zum Flughafen, welcher praktischer Weise direkt vor dem Novotel hält. Das Hotel selbst war sehr auf Hygiene bedacht und gut vorbereitet. Leider keine Küche offen, aber es gab kostenlose Sandwiches aus dem Automaten, die sehr frisch waren.

Am nächsten Morgen 04.00 aufstehen und mit dem Bus noch 2 Stationen weiter zum Terminal 1 wo der Condorschalter ist. Einfach gespenstisch so ein leerer Flughafen und mir fallen viele Filme zu diesem Thema ein. Jetzt nochmal tief Luft holen, Masken auf und durch. Die Schlange am Checkin ist sehr diszipliniert und hält den Abstand. Der griechische QR-Code wird kontrolliert. Das Einsteigen ist sehr organisiert und es werden die Sitzreihen nacheinander aufgerufen. (Sollten sie auch nach Corona weiter so machen). Die Klimaanlage im Flieger läuft schon und Fluggäste mit Maske unter dem Kinn werden aufgefordert diese richtig aufzusetzen. Danke Rückenwind landen wir schon nach 1 3/4 Std. in Preveza. Einige Passagiere werden nach einem Zufallsprinzip zum Corona Schnelltest gebeten. Sie werden ihr Ergebnis am nächsten Tag erhalten. Wir gehören nicht dazu, bekommen unsere Koffer, holen unseren Mietwagen und fahren erst einmal in die Aktio-Marina zum Schiff und nehmen im Cleopatra-Cafe einen Americano mit wunderbarer Aussicht





Sonntag, 26. Juli 2020

Vorbereitungen auf die Restsaison 2020

Gut. Die Segelsaison 2020 hat uns wie vielen Anderen auch das Auftauchen von Corona ziemlich versaut. Wir sind aber immer noch guter Dinge, wenigstens den Herbst an Bord der Mare Liberum in Griechenland zu verbringen. Unser Flug geht (hoffentlich) am 25.08. von München nach Preveza und am 01.09. ist der Krantermin.

So bereiten wir so langsam vor, was alles mit muss, bzw. auf dem Postweg an die Marina gesendet werden soll und auch lang brachliegendes, nautisches Wissen wird wenigstens etwas aufgefrischt und einige Merkblätter eingepackt.

Bild des Tages:


Donnerstag, 7. November 2019

Der undichte Haupttank - Finale

Am Montag war der Motor fertig angeschossen und Kühlmittel aufgefüllt. Wir testeten die korrekte Anzeige aller Instrumente bei eingeschalteter Zündung. Dann kam der Probelauf. Dazu haben wir einen der Ansaugfilter des Seewassers geöffnet und dort Süßwasser eingeleitet. So wurde verhindert, dass der neue Impeller nicht gleich trocken läuft und verbrennt. Nach dem Anlassen gehen die Kontrolllampe aus, Öldruck ist da und der Drehzahlmesser zeigt einen Wert von 400. Auch die Lichtmaschine liefert 24V. Alles Ok. Motor aus. Dann schließen wir noch die Deckenplatte an Steuerbord und ich tausche noch die alte Deckenbeleuchtung der Neonbeleuchtung im Motorraum gegen eine moderne LED-Beleuchtung. Diesel füllen wir erst wieder ein, wenn wir im Frühjahr wieder da sind.

Unglaublich !! Wir sind endlich fertig.

Am Dienstag pumpen wir noch den Grauwassertank leer und ebenso den Frischwassertank. Das 24V Bordnetz wird abgeschaltet und wir gehen nochmal die Checkliste der Winterlagerung durch. Zum Schluss kommt noch die Plane über den Großbaum mit guter Verspannung und so ist das Cockpit zu 3/4 vor Regen geschützt.

Mittwoch, den 06.11. dann die Heimfahrt und ab in die Winterpause.

Bild des Tages:

Die Decke an Backbord vom Motorraum ist montiert.


Samstag, 2. November 2019

Der undichte Haupttank - Motoreinbau

Die zwei Tage zum Abtrocknen der Epoxyanstriche sind vorbei und ich habe die Tankdeckel im Motorraum geschlossen. Nur der im Salon bleibt noch bis zum Frühjahr offen, damit das Epoxy noch weiter ausdünsten kann.

Dann kam der Kran mit dem Motor und "Papadiesel" hat das Ding wieder an seinen Platz gestellt und ist noch einige Zeit mit dem Anschließen beschäftigt. Gut das er beim Ausbau einige Fotos gemacht hat und jetzt (4 Wochen später) nachschauen kann, wie alles wieder zusammen gehört. Erst dann können wir die Deckel vom Cockpit wieder drauf legen und die Pflicht ohne turnen zu müssen betreten.






Bilder des Tages:

 Ist fast wieder an seinem Arbeitsplatz unser alter Schiffsdiesel.



Mittwoch, 30. Oktober 2019

Der undichte Haupttank - Fertig

Nicht zu glauben. Nach fast 4 Wochen vom Motorausbau an gezählt, sind die Tanks endlich fertig gereinigt, geprimert und 2 x gestrichen. Dem Leiter der technischen Abteilung der Marina nach lt. Vorbesprechung der Arbeiten waren die Zeitansätze etwas so. 2 Tage für die Reinigung, 2 Tage für das Beschichten. Ich meinem Kopf wurden daraus 5 Tage = 1 Woche plus Griechenlandrisiko = 2 Wochen. Offensichtlich habe ich dabei die Probleme der Materialbeschaffung unterschätzt. Der Primer hatte über 1 Woche Lieferzeit und musste beim Hersteller erst einmal gemischt werden. Nun wurden durch einige Unwägbarkeiten aus dem Projekt 5 Arbeitswochen. Welch ein Erfolg, wo ich zwischenzeitlich schon gedacht hatte, dass wir NIE damit fertig werden.

Nun haben wir 1 -2 Tage zur Trocknung und fangen dann mit dem Motoreinbau an.
Liiicht !! Ich sehe Liiicht am Ende des Tunnels !!!

Bilder des Tages:

Vorher: Tank mit Primer vorgestrichen


Nachher: Tank mit Epoxy beschichtet


Dienstag, 29. Oktober 2019

Flamigos in Levkas

Bei all der Arbeit am Schiff und dem damit verbundenen Stress wollen wir nicht die Schönheiten des Lebens und der Natur vergessen.

Auf der morgendlichen Fahrt zur Marina überqueren wir die Schwimmbrücke von Lefkas und fahren in Richtung Preveza zur Aktio-Marina. Vor einigen Tagen hatte ich auf diesem Weg eine Kolonie von Flamingos ausgemacht. So habe ich am Montag meine Kamera mit Teleobjektiv eingesteckt und versucht einige Aufnahmen davon zu machen.

Hier die schönsten Bilder daraus...

Bilder des Tages: