Dienstag, 9. Oktober 2018

Heimreise

Heute geht's nun wirklich heim. Nachdem wir gestern unsere Mitbewohnerin auf Zeit (die Katze) ausquartiert hatten, schälten wir uns aus dem Liegeplatz der Marina. Nur mit erneutem Eindampfen in die Mittelspring konnten wir die enge Kurve in die Boxengasse nehmen und auch nur mit leichtem Spiel am Gashebel.

Anschließend führen wir noch die Liegeplätze am Stadthafen entlang, winkten der Hafenmeisterin zum Abschied und hupten am Liegeplatz der SY Vega um dort noch einige Handküsse und Umarmungen symbolisch abzuliefern.

Auf der Sandbank vor der Aktio Marina gingen wir gegen 12 Uhr auf 3,00 m Wassertiefe vor Anker und warteten auf unseren Aufruf zum Kranen. Nach kurzer Wartezeit kam der Anruf und wir fuhren in die Kranbox. Die Krancrew konnte sich noch an die Mare Liberum erinnern und wo die Gurte gesetzt werden sollten. Also keine Probleme beim Ausheben.

So steht Sie nun am gleichen Platz wie im Vorjahr und wartet die nächsten 6 Monate auf uns. Ich sitze derweil schon am Flughafen und schreibe diesen Post schnell fertig.

Bild des Tages:

Da haben wir den gleichen Standplatz wie im Vorjahr.

Samstag, 6. Oktober 2018

Saisonende 2018

An den Wetterverhältnissen ist deutlich zu spüren, dass die Saison zu Ende ist und auch für uns wird es Zeit die Reisetaschen zu packen. Am Montag ab 12:00 Uhr sind wir mit dem Kranen dran und ankern vor der Aktio Marina. Dort warten wir, dass wir per Funk aufgerufen werden, fahren in den Kran und kommen dann auf den Winterstellplatz.

Daheim werden wir etwas Zeit haben, die vielen Erlebnisse dieses Jahres zu verarbeiten und noch einmal Revue passieren lassen. Liebe Freunde haben wir wieder getroffen und Neue dazugewonnen, Stürme erlebt und durchgestanden und mediteranes Flair mit seinen Besonderheiten genossen.

Danke !

Film des Tages:

Der erste Regenbogen über Preveza.


Donnerstag, 4. Oktober 2018

Mitbewohner auf Zeit !?

Wir haben eine(n) Mitbewohner(in) auf Zeit. Diese Katze hat sich schon gestern in unser Boot und unsere Herzen geschlichen. Nun, bis zum Sonntag bleiben wir in der Marina und sie kann an Bord schlafen und bekommen ihr Fressen. Der Hunger treibt sie nicht, da sie oft Leckereien verschmäht und auch nicht dünn ist. Wahrscheinlich sind es meine Kraulkünste, die sie überredet haben hier zu bleiben. Ok, es ist ein zeitlich begrenztes Arrangement und so bleibt es. Sie kommt sicher auch klar, wenn wir wieder weg sind.

Bild des Tages:


Dienstag, 2. Oktober 2018

Die Baustellenmarina

Nach zwei ruhigen Tagen/Nächten am Stadtkai, ziehen wieder Wolken auf und es ist Ostwind mit 25+kn und Regen angesagt. Das soll noch einige Tage so weiter gehen. "ICH KANN SO NICHT ARBEITEN. " Da wir eh genervt sind  vom Wind der letzten Tage und in der Marina Preveza seit dem 01. Oktober die Preise der Nachsaison gelten, haben wir uns etwas Luxus gekauft und die Mare Liberum wieder an den Platz der letzten Sturmpause legen können. Wiedermal rückwärts durch die Schiffsgasse durch bis zum Ende und eine 90Grad Drehung an die Mauer. Dieses Mal mit einer Leine auf unserem Mittelpoller als Mittelspring, die uns dann bei Rückwärtsfahrt in die Lücke zur Mauer hingezogen hat. (vergl. Hebelgesetzte und Eindampfen in die Mittelspring)

Es ist zwar immer noch Baustelle um uns herum, aber wir liegen sicher und ruhig, und können so unsere Vorbereitungen zum Winter weiter fortführen.

Bild des Tages:

In der Dämmerung sind die SOS-Säulen schon beleuchtet aber noch eingepackt.


Samstag, 29. September 2018

Medicane - Entwarnung

Entwarnung auf der Westseite Griechenlands. Speziell Ionisches Meer / Preveza

Der Stadtkai von Preveza ist seit gestern wieder gut gefüllt und es findet wieder "normales" Leben statt.

Auch unseren Besuch Manfred haben wir gestern Abend verabschiedet und er ist mit einer besonderen Medicane Erfahrung heimgeflogen.

Dazu gehörten im Rückblick: 
- Segeln bei 35 kn Wind,
- Ankern in einer vollen Bucht bei 45 kn ( Windstärke 9 ),
- Nachtwache bzw. Ankerwache und
- die Frage: Wie finde ich das richtige Versteck vor einem Sturm.

Man könnte die ganze Woche auch als Schwerwetterseminar bezeichnen.

Bild des Tages:

Gleich nach dem Sturm sind die Schiffe wieder am Kai


Donnerstag, 27. September 2018

Flucht von Nydri nach Preveza Marina


Nach der letzten Nacht haben wir ein etwas gestiegenes Bedürfnis nach ruhigem Schlaf und wir fragen in der Lefkas Marina nach einem Liegeplatz. "We are fully booked" ist die Antwort und wir erinnern uns an die neue, noch nicht ganz fertige Marina in Preveza. Mit einem Anruf können wir einen Platz reservieren und machen uns auf den Weg. Leider wartet ausserhalb der Bucht 25-30 kn Gegenwind auf uns. Das macht die Fahrt nicht gerade angenehm, aber das Schiff verträgt das schon. Wir haben unsere Fahrt so eingeteilt, dass wir genau 2 Min. vor der Öffnung der Brücke um 12 Uhr im Stadthafen Lefkas ankommen und können ohne Wartezeit gleich zur Schwimmbrücke durchfahren. Ich sehe aus den Augenwinkeln noch 3 Schiffe an der Mauer der Ausfahrt liegen und wundere mich, dass die nicht reinfahren um von der Welle wegzukommen.

Nur 2 Stunden später machen wir in der Marina Preveza fest. Auch kein leichtes Unterfangen, denn ich muss rückwärts gegen den Wind durch eine Schiffsgasse von Liegeplätzen und dann 90 Grad nach Steuerbord. Da hilft der Radeffekt und das Schöne ist, wir liegen direkt an der Mauer in Lee und können an Pollern festmachen. Der Rest ist Routine und wir legen eine Spring und eine Bugleine mit Ruckdämpfer. - Zwei Tage später lese ich im Internet, dass eines der drei Schiffe an der Lefkasbrücke nur 3 Stunden nach unserer Durchfahrt leck geschlagen und an der Mauer gesunken ist.

Jetzt mal tief durchatmen und alle gehen duschen. Leider hat vor uns eine Crew bei einer Duschorgie die Boiler leer gemacht. Nun, Kaltwasser ist besser wie kein Wasser und geht auch.

Bild des Tages:



Erdbeben in Griechenland

Von dem Erdbeben heute am 27. Sept. um 13:30 Uhr haben wir nichts mitbekommen. Zu dieser Zeit waren wir mit der Mare Liberum gerade von Lefkas nach Preveza unterwegs.

Der Wind lag bei ca. 30 kn und wir mussten zum Teil gegenan motoren. Spass hat das nicht gerade gemacht und der Geräuschpegel von Wind und Gischt auf der Sprayhood hat alle anderen Geräusche /Erdbeben) übertönt. Gewackelt hat es auch ausgiebig, aber keiner wurde Seekrank. Uns geht es gut.

Bild des Tages:

Lage des Erdbebenzentrums


Mittwoch, 26. September 2018

Eine Sturmnacht in Vlicho Bay

Nach der unruhigen Nacht in Vathi verlassen wir Ithaka. Die Windvorhersagen sind für diesen Ort noch schlechter geworden und wir wollen weiter nach Norden ausweichen. Bei Ostwind kein Problem und wir treffen vor der Küste auf 25 kn Ost. Allerdings war vorher noch am Ausgang der Bucht eine sehr steile Welle zu überwinden und ich konnte mal wieder die Eigenschaften eines Langkielers bewundern. Trotz der hohen Welle geht kein Zittern oder Schlagen durch das Schiff, sondern die Mare Liberum setzt immer wieder weich ein und vermittelt ein gutes Gefühl der Sicherheit.

Unser Ziel ist Nydri auf Lefkada. Die Vlicho Bay dort hat uns schon immer guten Schutz beschert und wir hoffen auf eine ruhige, sichere Nacht.

Das sollte dann doch etwas anders kommt. Wir finden einen guten Platz und fahren auch unseren Anker wie gewohnt sorgfältig ein. Der Wind nimmt gegen Abend zu und mir fällt auf, dass heftige Fallböen auf das Schiff niedergehen und es herumreißen. Es ist 01:00 Uhr und der Windmesser zeigt über 40+ kn und dann geht unser Ankeralarm los. Motor an und in der Dunkelheit erkenne ich schon, dass das nächste Schiff nur noch 5 mtr. entfernt ist. Ich halte mit Vollgas dagegen und die Crew steht auch schon angezogen im Cockpit. Das ging gerade noch mal gut. Also Anker auf, zurück zum alten Ankerplatz und neu Anker setzen. Im Dunkeln bei diesen Böen echt nicht leicht. Der Handscheinwerfer ist eine große Hilfe und die Aktion verläuft erfolgreich. Wir liegen jetzt auf 7 mtr Wassertiefe mit 60 mtr Kette. Die Böen legen noch bis 45 kn zu, doch der Anker hält.

Ich beobachte noch einige Schiffe, die in dieser Nacht durch die Bucht treiben. Unter anderem ein alter Rahensegler ca. 20 mtr lang. Aber alles geht gut und der Skipper reagiert vor einem Zusammenstoß mit einem Kat. Eine s e h r aufregende Nacht. Erst gegen 04:00 Uhr geht der Wind zurück und ich kann noch 1-2 Stunden schlafen.

Bild des Tages: