Mittwoch, 4. Juli 2018

Galaxidi

Unser Lieblingsort im Golf von Korinth ist und bleibt Galaxidi. Klein, übersichtlich, beschaulich, friedlich und leider manchmal etwas zuu heiß. Hier tanken wir 200 ltr. Diesel nach, weil wir evtl. den Rest der Reise bis Preveza motoren müssen. Hier im Golf ist leider die vorherschende Windrichtung aus West. Die bläst uns dann aber eben genau ins Gesicht. Also verlegen wir uns auf die Taktik, zumindest bei Fastwindstille zu motoren, auch wenn das bedeutet, dass wir schon morgens gegen 06:00 Uhr losfahren müssen.

Doch wir bleiben noch 2-3 Tage hier und nutzen unser Dingy um einen Strandtag in der nächsten Bucht zu verleben. Ruhig eben.

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Montag, 2. Juli 2018

Isthmia - Die Einfahrt zum Kanal

Die Fahrt zum Kanal für nach Nord-West und verläuft unter Motor völlig unspektakulär. Wir haben nichts dagegen, denn bisher erlebten Abenteuer reichen uns erstmal. Leider sind wir schlecht vorbereitet, denn der Kanal ist immer Dienstags wegen Wartungsarbeiten geschlossen. Wir könnten heute noch passieren und dann in der anbrechenden Nacht noch Kiato anlaufen wo wir den Hafen kennen oder nach Korinthos am Ende des Kanals, wo wir uns aber nicht auskennen.

Wir entscheiden uns für die stressloseste Variante und bleiben einfach einen Tag vor Anker an der Kanaleinfahrt liegen und holen Schlaf nach. Eine Nachfrage bei Canalcontrol per Funk und wir erfahren wie es weiter geht. Das wichtigste ist wohl, Keine Eigeninitiative, alle Handlungen nur auf Anweisung von Control.

Brav melden wir uns am Mittwoch Früh 06:30 Uhr per Funk und erhalten die Anweisung am Anleger fest zu machen, die Gebühr zu entrichten und dann auf Freigabe zur Abfahrt zu warten. Die kommt dann per Funk nach 1/2 Std. und wir fahren durch. Nun schon das 2. Mal, ohne Wind, ohne Strömung, ganz allein, ganz easy.

Es ist noch früh am Tag und die Uhr zeigt gerade mal 08:00 Uhr. Wir beschließen den Halt in Kiato zu streichen und gleich bis Galaxidi zu fahren. Dann könnten wir dort einen Tag länger bleiben. Gedacht, gemacht und als wir dort Nachmittags ankommen, finden wir sogar noch einen guten Liegeplatz mit Landstrom und Wasser.

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Das Empfangskomitee am Anleger der Kanal Verwaltung


Sonntag, 1. Juli 2018

Poros

Nun hatte sich das Wetter endlich beruhigt und das Sturmtief sich aufgelöst und gleich verlassen wir Porto Cheli. Um die Zwangspause dort etwas aufzuholen, fahren wir problemlos bis Poros durch und finden an der Schwimmmohle einen Platz. Ich hatte nicht so recht bedacht, dass hier immer die Fähre vom Festland kommend gegenüber anlegt. Der Kapitän vom Dienst hat heute einen guten Tag und fährt den Anleger sehr sanft und cool an. Das sollte sich am nächsten Morgen nach Schichtwechsel ändern. Gut dass wir Leinen mit Ruckdämpfer ausgebracht hatten und zwischen unserem Heck und Ponton immer min. 2 mtr Abstand ist. Nun wird klar, warum einige der geschraubten Klampen am Betonpier locker bzw abgerissen sind.

Wir besuchen den örtlichen Shipchandler, der immer gut sortiert ist oder alles kurzfristig besorgt und kaufen eine neue Leine für das Dingy. Hier entdecken wir wir geflochtene Festmacher, die sehr leicht sind und einfacher von Bobbie geworfen werden können. Wir müssen zwar die erforderliche Länge an Bord nachmessen und holen die Leinen beim zweiten Besuch am nächsten Tag.

Dann fahren wir weiter in Richtung Kanal von Korinth.

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Dienstag, 26. Juni 2018

Zurück nach Porto Cheli

Nach dem unsere Gäste am Montag in Nafplio ausgestiegen sind und über Athen Heim flogen haben wir den Wetterbericht gecheckt. Die Ankündigung von Starkwind mit Gewitter hat uns zur Flucht animiert und so klingelte heute früh der Wecker um 04:30 Uhr und eine halbe Stunde später verlassen wir noch vor Sonnenaufgang den Hafen von Nafplio. Wir wollen noch vor dem Gewitter nach Porto Cheli und dort auf sicherem Ankergrund Schutz suchen.

Wir fahren unter Motor und der Kurs auf unser Ziel zu führt uns im Morgengrauen auf eine schwarze Wand in der regelmäßig Blitze zucken. Doch das Gewitter zieht nach Backbord ab und 4 Stunden später vor der Einfahrt des Naturhafens reisst sogar der Himmel auf und zeigt uns etwas von seinem Blau.

Das Tief über dem SW-Peloponnes verdirbt uns die nächsten Tage bzw. Nächte die Nachtruhe mit Böen bis zu 30 kn. Doch der Anker sitzt im Sand von Porto Cheli gut und sicher. Nur das Geheule in den Masten und die schlagenden Leinen beim Liegeplatznachbarn machen die Nächte zur Qual. Ich versuche tagsüber etwas davon nachzuholen bevor es dann am späten Nachmittag in die nächste Runde geht.

Erst am Samstag den 30.06. brechen wir auf nach Poros zu unserem nächsten Ziel.

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Samstag, 23. Juni 2018

Nafplio

Manöverbesprechnung für "Anker Auf"
Am nächsten Tag geht's gleich weiter Richtung Nordwest nach Nafplio und der Wind schiebt uns ebenfalls in diese Richtung. Wir wähnen uns glücklich und erkennen erst einmal nicht, was sich dort zusammenbraut. Die gesamte feuchtwarme Luft wird in den Meeresarm von Nafplio gedrückt und staut sich vor dem Gebirge. Als wir dort ankommen zucken schon die ersten Blitze am Gebirgsrand. Wir finden gleich am Anfang der Mole einen Platz und versuchen den Anker zu setzen. Dieser findet aber keinen richtigen Halt und nach 2 Versuchen gebe ich den Platz auf. In der Ecke am Ende der Mole ist noch frei und wir probieren dort unser Glück. Da wir mit viel Wind rechnen, setzten wir den Anker weit draußen und brauchen 70 m Kette bis zur Mole. Ich kann noch mit Voll rückwärts am Anker ziehen und bin mir sicher, dass der hält. Der Regen hat schon angefangen und wir sind bis zum Anlegerbier voll naß. Es schüttet wie aus Eimern. Nur 15 min. später ist auch der Wind da und bläst mit 25 kn. Drei Schiffe aus der Reihe geben ihren Platz auf, weil ihre Anker nicht halten und kreisen unter Licht im Hafenbecken. Nach einer Stunde ist der Spuk vorbei und der Wind läßt nach. Alle Schiffe gehen auf ihren Platz zurück. Später erfahre ich, dass das Hafenbecken ausgebaggert wurde und danach die Anker nicht mehr so gut halten wie früher.

Am nächsten Morgen ist wieder alles klar und die Sonne scheint, wie gewohnt.

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Der nächste Morgen.


Freitag, 22. Juni 2018

Porto Cheli

Heute geht es weiter Richtung Norden und mit gutem, achterlichen Wind halten wir auf die Insel Spetses zu und mit leichter Winddrehung passieren wir die Südpassage zwischen Spetses und Spetsopoula. Hier beginnt der Ferienbereich von Athen und sofort bemerken wir einen recht regen Verkehr an Motorbooten, Fähren und Wassertaxis. Also Augen auf im Schiffsverkehr. Man weiss nie, wer das gerade steuert und ob er die Vorfahrtregeln kennt bzw. beachten will. Zeit für einige Beweisfotos bei diesem herrlichen Segelwetter.

Eine Stunde später haben wir die Einfahrt zum Naturhafen von Porto Cheli erreicht, bergen die Segel und motoren hinein. Es ist noch viel Platz zum Ankern und wir finden einen guten und ruhigen Platz. Per Beiboot gehen wir an Land und bunkern noch einige Vorräte und Getränke.

Viel zu sehen gibt es hier nicht, aber der Ankergrund ist Sand und hält wie Beton und Schwell ist hier so gut wie nicht vorhanden. Der große Supermarkt ist zwar nicht im Lidl-Preislevel, aber gut sortiert und bezahlbar. Einen Ship Chandler habe ich hier nicht gefunden.

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Donnerstag, 21. Juni 2018

Kyparissi

Schon vor 2 Jahren wollten wir hier in Kyparissi einen Stopp einlegen, doch erst jetzt kommen wir dazu. Landschaftlich liegt der Ort sehr schön. Es baut sich jedoch bei Wind aus NO - SO schnell eine Welle in Küstennähe auf, die sogar am Anlieger  noch Stress verursacht und das Schiff um 1 1/2 mtr auf- und abhebt. Die Nacht liegen wir hier allerdings ohne Wind und auch die Welle geht zurück und löst sich später ganz auf. Schön ist, dass man am Steg 4 Stromanschlüsse vorfindet und sich den Eigenen im Restaurant für 5 Euronen freischalten lassen kann. Unsere 400 Ah Batteriebank ist auf 60% runter und wir laden die ganze Nacht nach.  Liegegebühren: KEINE.

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Mittwoch, 20. Juni 2018

Monemvasia

Monemvasia ! Für mich die schönste und faszinierendste alte Stadt die wir besichtigen konnten. Die schmalen Gassen bilden ein interessantes Gewirr und doch kann man von überall auf das Meer schauen und sich orientieren. Die Häuser sind heute renoviert und ausgebaut. Dort sind Geschäfte untergebracht oder kleine Hotels bieten einen Übernachtungsservice an.

Wir durchstreifen die Unterstadt und entscheiden uns zum Aufstieg bis zur Oberstadt, die bisher noch nicht wieder aufgebaut wurde. Es nicht so heiss wie vor 2 Jahren, als wir schon einmal hier waren. Der Gang zur Spitze ist auch bei 26 Grad kein Spaziergang. Ich habe die Treppenstufen nicht gezählt, aber nach einer halben Stunde waren wir dann oben mit einem fantastischen Ausblick. Hat sich gelohnt die Mühe. Nach einer kleinen Rast und einigen Beweisfotos benutzen wir einen anderen Weg zum Abstieg und gönnen uns einen kalten Fruchtsaft in einer der Tavernen der Unterstadt. Von der Stadtmauer bis zum Hafen erwischen wir ein Taxi für 3 € und werden mit einer Klimatisierten fahrt belohnt. Ein lohnender Besuch. Wir kommen sicher nochmal wieder.

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Ein Gästehaus. Hier kann man wohnen und/oder Urlaub machen.